2. Die Zeit verrinnt ...
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Vorab ein großes sorry ... das Layout ist ... nicht veränderbar aufeinmal ... positiv gesehen: nun könnt ihr es euch auch vorlesen lassen ...
Lang ist´s her, dass ihr etwas von mir gelesen habt … dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen, öfter und dann auch mal nur zu bestimmten Themen einen Beitrag zu verfassen .. ABER … mach einen Plan und Gott lacht …
Deswegen, damit ihr merkt, dass ich noch lebe, werde ich kurz (diesmal wirklich wahr) und knapp (wenn mir nicht zwischendurch noch mehr einfällt) berichten, was in den letzten (wenigen) Monaten so passiert ist.
Ohje ohje … in diesem Jahr habe ich noch nichts geschrieben (dafür kamt ihr in den Genuss eines Videos) … ich könnte jetzt behaupten, dass ich keine Zeit hatte … doch ihr würdet mir wahrscheinlich nicht glauben, denn schließlich ist im Frühjahr die Backsaison beendet und die Fahrradsaison hat(te) noch nicht begonnen …
Und dennoch ist es so. Die Woche ist kurz, wenn man am Wochenende im Haus ist. Beide Haushalte müssen organisiert werden, aufräumen, Wäsche waschen, abwaschen UND vor allem muss ich ja auch Zeit zum Genießen haben … und das beansprucht WIRKLICH eine Menge Zeit.
Nun gut, gehen wir mal konzentriert an die Zusammenfassung:
Januar: der schrecklichste Arbeitsmonat ever, was schwer vorstellbar ist, aufgrund der nicht barrierefreien Gegebenheiten in meiner Schule …denn ich hatte kein Internet in der Arbeit und im Gegensatz zu vielen meine*r Kolleg*innen (die ja nicht diese diskriminierungsmisere erleiden müssen), sah ich meinen Arbeitgeber in der Pflicht, mich so mit Geräten und sonstigem Auszustatten, dass ich arbeiten kann. DAS durchzuhalten, also das Nixtun … extrem schwer. Ich saß also nur da. Arbeiten konnte ich nur, wenn Schüler*innen ihr privates Datenvolumen zur Verfügung stellten. Ich weigerte mich, meine Arbeitszeit auf zu Hause zu verlagern und harrte aus …
Ich glaube ja, meine automatische E-Mail-Antwort “Mails werden weder gelesen noch beantwortet” hat zum Handeln geführt und so wurde es mit einem SIM-Router und einer entsprechenden Karte (die ein Kollege zur Verfügung stellte) “gelöst”, so dass das WLAN wieder funktioniert. Dass damit aber nur EIN Problem von mir gelöst wurde und es teurer ist, als meine Lösung … davon wollten sie nix hören oder aber sie verstanden es nicht.
Februar: Sein oder nicht sein - reichen die Temperaturen aus oder nicht … mit dieser Frage beschäftigte ich mich in diesem Monat, denn mein Plan war ja eine EiGePa also eine EinweihungsGeburtagsParty, die darauf baute, dass man auch draußen sein kann. Zur Entscheidungsfindung half mir mein Fahrradkalender (gelobt sei mein "Asperger"), in dem meine Touren der letzten Jahre vermerkt waren. Dementsprechend war die Entscheidung FÜR die Party getroffen.
Nebenbei (naja, eher ironisch gemeint) gab es eine Große Lagebesprechung mit allen Beteiligten: Schulleitung, Personalrat, Schlichtungsstelle, Schulbau ("Gegner"), Schulbesitzer ("Gegner"), Experten für barrierefreies Bauen und ICH.
Im Gegensatz zu meinem stellvertretenden Schulleiter, der meinte, es gäbe nichts Neues, das hätten sie ja vorher auch schon mit denen besprochen, ohne Resultate … fand ich es sehr gut.
Unter anderem habe ich erfahren, bzw. Schulbau und -besitzer behaupteten, dass sie mein Dokument, welches ich 08.2024 dem stellvertretenden Schulleiter sendete mit der Bitte um Weitergabe (hier listete ich die bestehenden Barrieren am alten Schulstandort auf), erst durch mich (10.2025) kennen … tja … wem glaube ich wohl?
Was sofort passierte war, dass ich nun auf´s WC gehen kann … absurd wie sehr man sich über Kleinigkeiten freuen kann UND wie einfach es auf einmal war.
März: Ich hatte wirklich viiiieeeel Glück (vorher und nachher war es eklig nass und kalt) und dank meines Bruders Andreas, der den Aufbau, das Kochen, den Abwasch und den Abbau übernahm (wobei alle Gäste auch mal mit angepackt haben), des guten Wetters und der gut gelaunten Gäste, war es für mich ein seeeehr schöner Geburtstag. Vielen Dank an alle, die da waren.
PS: Sorry, ihr, die ihr nicht kommen konntet. Ihr hattet gute Gründe nicht kommen zu können, aber ich kann euch nun nicht alle einzeln einladen oder eine weitere “Party” veranstalten.
April: Ich habe nun eine 4-Tage-HH und eine 3-Tage-S.-Woche, d.h. ich arbeite Do (in HH) und Fr von zu Hause. Grund: Wie ihr wisst, organisiere ich für meine Schule einen Berufsinformationstag. Normalerweise fange ich da schon im Januar mit der Akquise an. Dies ging nun u.a. wegen des WLAN-Problems nicht. Im März teilte ich mit, dass es nur noch zu organisieren wäre, wenn ich die entsprechenden Tage in Ruhe von zu Hause arbeiten könne und zudem endlich ein Handy hätte. Dem ersten wurde entsprochen und das zweite löste ich, indem ich die SIM-Karte aus dem Router entfernte und es in ein altes Handy von mir steckte. Schlau, oder?
In diesem Monat fragte die Schlichtungsstelle beim Schulbau- und besitzer nach, wie der Stand der Dinge ist. Antwort kam prompt: Kostenvoranschläge eingeholt, nun muss die Finanzierung geklärt werden.
Mai: … Leben genießen!!!
Übrigens, als Großgrundbesitzerin kann ich vermelden, dass ich mich über Regen durchaus freue, denn gießen ist hier teuer.
Ende Mai wurde dann die erste Veränderung vorgenommen, die bei dem Schlichtungsgespräch vereinbart wurde -> Parkplatz für mich einrichten und Übergang zum Gehweg schaffen -> check
Zwar hat irgend so ein schlauer … übereifriger Polizist gemeint, das dürfe gar nicht, weil es kein Privatplatz ist … aber andererseits ist die Stadt nicht für die Pflastersteine in der Regenablaufrinne zuständig, weil es ein Privatplatz ist …
Jenes erinnerte mich an eine Anekdote aus dem Januar:
Wenn die Stadt Hamburg (#Schulbehörde) sagt: "Natürlich müssen Sie bei jedem Wetter arbeiten!" ... und wiederum die Stadt Hamburg (#Stadtreinigung) sagt: "Wir haben die Wege ausreichend von Schnee befreit" und wiederum die Stadt Hamburg (#Polizei) sagt: "Uns ist es egal ob Sie Ihr Auto verlassen können, deswegen dürfen Sie trotzdem nicht kurz auf dem Gehweg (der ausreichend breit gewesen ist) parken!" ... völliger Irrsinn ... so könnte man denken aaaber es gibt tatsächlich auch welche, die fragen: "warum bleiben Sie nicht zu Hause?"
# ein Teil der Gesellschaft sein!
Juni: Die Schüler*innen wurde in ihren neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Erschreckend wie sorglos die meisten die Schule verlassen ohne einen wirklichen Plan. In diesem Jahr war es noch schlimmer als im vergangenen … immer noch die Auswirkungen von Corona?? Oder ist es (nur) mangelnde Erziehung oder mangelndes Interesse der Eltern?? Ich weiß es nicht, hoffe aber, dass es nicht noch schlimmer wird.
Nun lernte ich auch einen (kleinen) Teil der Dorfgemeinschaft kennen, denn ich lud ein … Ich schrieb einen Nachbarn an, ob er verbreiten könne, dass ich die Nachbarn in der Straße (!! wichtige Info) zu einem Umtrunk einladen möchte … und so wurde ich kurzerhand in die WA-Gruppe aufgenommen und lud ein … schaute dann (erst … jaja, sagt es schon) in die Teilnehmerliste ->33 (Schock), also nicht nur die Straße, eher das Dorf …
Doch … wie kauft man ein, wenn man nicht weiß, wer kommt? Ich bin da ja total cool … jedoch versetzte ich meinen Bruder in Stress (sorry Bro), wobei er auch Stress hatte, weil der Kühlschrank zu klein ist und nicht schnell genug kühlte, so dass er sich beim Austeilen für 8 Grad warmes/kühles Bier entschuldigte … ich glaube ja, bei 29 Grad in der Sonne hat das niemand bemerkt.
Rundherum fand ich, dass es ein schöner Abend war. Ich glaube, so ca. 15 Leute waren da. Als letztes saßen wir noch mit meinen zwei zukünftigen Nachbarn, die erst noch bauen werden, bis Mitternacht zusammen. Ich hoffe, es bleibt so harmonisch …
@neuer Lebensabschnitt für die Schüler*innen bedeutet für mich (ich will euch (k)ein bisschen neidisch machen), dass ich seitdem “Urlaub” habe … in “” weil ich natürlich noch einiges vorbereiten muss, aber dafür muss ich das Haus nicht verlassen … ein Vorteil, besonders bei der Hitze.
So, kommen wir zum Ende des kurzen Abrisses des letzten halben Jahres … bevor ihr den Kopf schüttelt wegen der "Kürze", bemerkt wenigstens positiv, dass ich keine Emojis benutzt habe!!!
Auch von Fotos habe ich diesmal abgesehen … findet ihr beides gut? Schreibt mir gerne.
Als letztes bleibt gesagt: ich bekam für die Arbeit Ende März einen neuen Rollstuhl … warum ich mit diesem bislang nur 20m gefahren bin … erfahrt ihr beim nächsten Mal, seid gespannt.
Bis dahin wünsche ich euch … haltet durch, die Hitze geht vorüber ;)
Alles Liebe Eure
Nicoletta